Furth liegt im tertiären Hügelland der bayerischen Molassezone, wo quartäre Kiese und Lößlehme auf tiefgründig verwitterten Sandmergeln lagern. Die 48.5915° nördliche Breite bringt jährliche Niederschläge von über 800 mm, was die Frage der Bodenwasserdurchlässigkeit für jedes Bauvorhaben zentral macht. Wenn eine Versickerungsanlage nach DWA-A 138 geplant oder eine Baugrube im Grundwasser abgesenkt werden soll, liefert der Felddurchlässigkeitsversuch genau die Kennwerte, die Laborproben allein nicht erfassen können. In der Region Furth führen wir den Lefranc-Versuch in Lockergesteinen und den Lugeon-Versuch bei klüftigem Fels durch, weil die heterogene Geologie der Molasse eine punktuelle Beprobung schlicht unzureichend macht. Für die Bemessung von Rigolen oder Sickermulden ist der in-situ-Durchlässigkeitsversuch die maßgebende Erkundungsmethode, bevor Sie in die Entwurfsplanung einsteigen.
Ein einzelner Lugeon-Versuch in fünf Druckstufen liefert mehr Informationen über das Kluftverhalten als zehn Labor-Durchlässigkeitsproben.
Örtliche Baugrundfaktoren
Unser Versuchsaufbau in Furth nutzt eine elektrische Kreiselpumpe mit Bypass-Regelung, die einen konstanten Volumenstrom von 0,5 bis 50 Litern pro Minute liefert – essenziell für die instationären Phasen des Versuchs. Der Doppelpacker wird hydraulisch auf 20 bar gesetzt, um selbst in sandigen Strecken eine perfekte Abdichtung der Testzone zu gewährleisten. Wenn ein Projektentwickler in Furth auf den Felddurchlässigkeitsversuch verzichtet, riskiert er zwei Szenarien: Entweder die Versickerungsanlage staut wegen unterschätzter Durchlässigkeit zurück und flutet den Baugrund, oder die Baugrube läuft voll, weil die Wasserhaltung zu knapp bemessen wurde. Gerade in den Hanglagen von Furth, wo Schichtwasser in den verwitterten Mergeln aufstaut, ist der kf-Wert aus dem Labor oft um den Faktor 5 bis 20 zu niedrig – das kann den Unterschied zwischen einer funktionierenden Dränage und einem wirtschaftlichen Totalschaden ausmachen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Furth?
Die Kosten für einen Felddurchlässigkeitsversuch in Furth liegen je nach Bohrtiefe, Versuchstyp und Anzahl der Teststrecken zwischen €610 und €990. Ein Lefranc-Versuch in Lockergestein ist in der Regel günstiger als ein vollständiger Lugeon-Fünfdruckstufen-Test im Fels. In diesem Preis sind Bohrgestellung, Doppelpacker-Einbau, elektronische Messdatenerfassung und der ausführliche Versuchsbericht nach DIN 18130 enthalten.
Welche Normen gelten für den Felddurchlässigkeitsversuch in Deutschland?
Die maßgebende Norm ist die DIN 18130, die den Versuchsaufbau und die Auswertung für den Lefranc-Versuch detailliert beschreibt. Ergänzend kommt die DIN EN ISO 22282 zur Anwendung, die international vergleichbare Standards für Wasserdurchlässigkeitsversuche setzt. Für die Bemessung von Versickerungsanlagen verweisen wir zusätzlich auf die DWA-A 138, die den kf-Wert als zentralen Eingangsparameter fordert.
Wie lange dauert ein Felddurchlässigkeitsversuch vor Ort in Furth?
Die reine Versuchsdauer pro Teststrecke beträgt je nach Durchlässigkeit des Bodens zwischen 30 und 90 Minuten. Ein Lugeon-Versuch mit fünf Druckstufen dauert etwa zwei Stunden, da jede Stufe eine stabile Sättigungsphase erfordert. Inklusive Bohr- und Rüstzeit sollten Sie für eine Erkundungskampagne in Furth einen halben bis ganzen Tag einplanen.
Wann ist ein Lugeon-Versuch statt eines Lefranc-Versuchs erforderlich?
Der Lugeon-Versuch wird im Festgestein eingesetzt, sobald der Bohrfortschritt zeigt, dass Klüfte oder Verwitterungszonen durchteuft werden. In der Furth-Region ist dies häufig ab Tiefen von 5 bis 8 Metern der Fall, wenn die quartären Lockersedimente in den verwitterten Sandmergel der Molasse übergehen. Der Lugeon-Versuch liefert zusätzlich den Lugeon-Wert, der die Wasseraufnahme in Litern pro Minute und Meter bei 10 bar Druck angibt – eine unverzichtbare Größe für die Planung von Injektionsmaßnahmen.