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Korngrößenanalyse nach DIN in Furth: Siebung und Hydrometer aus einem Labor

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Furth liegt in der Münchner Schotterebene, deren Untergrund viele hier für homogen halten – ein Irrtum, den die Niederterrassenschotter mit ihren eingelagerten Feinsedimentlinsen schnell widerlegen. Der historische Ortskern um die Pfarrkirche St. Laurentius entwickelte sich auf eben jenen quartären Kiesen, doch schon wenige hundert Meter in Richtung Isar-Hangleite tauchen Lösslehmdecken und Auenlehme auf, die bei Baugrunduntersuchungen in Furth eine präzise Korngrößenanalyse unverzichtbar machen. Unser Labor in der Region führt die kombinierte Sieb- und Aräometermethode nach DIN EN ISO 17892-4 durch, ergänzt durch die Nasssiebung bei bindigen Proben, um den Feinkornanteil exakt zu quantifizieren. Gerade für Versickerungsanlagen oder Frostschutzschichten ist die Kornverteilungskurve das zentrale Dokument, das über Genehmigungsfähigkeit und Bemessung entscheidet. Wir begleiten oft Projekte, bei denen zuerst eine Schürfgrube angelegt wird, um ungestörte Proben aus den Auelehmen zu gewinnen, bevor die Sedimentation im Aräometerzylinder startet.

Die Kornkurve entscheidet über Frostsicherheit, Verdichtbarkeit und Durchlässigkeit – drei Parameter, die bei den quartären Wechsellagerungen in Furth auf wenigen Metern Tiefe stark variieren.

Vorgehen und Leistungsumfang

Ein typischer Fall aus der Praxis: Für ein Mehrfamilienhaus an der Marbacher Straße in Furth standen wir vor einem scheinbar sauberen Kiessand, der sich im Labor als stark schluffiger Sand (SU nach DIN 18196) entpuppte – mit einem Feinkornanteil von 18 %, der die Frostempfindlichkeitsklasse F2 und damit einen deutlich dickeren frostsicheren Oberbau erforderte. Die Sieblinie allein hätte hier nicht genügt. Erst die Aräometeranalyse nach 24 und 48 Stunden Sedimentationszeit deckte den kritischen Schluffanteil unter 0,063 mm auf. Solche Überraschungen vermeidet man nur mit einer vollständigen Korngrößenanalyse, die beide Verfahren kombiniert. In Furth setzen wir ergänzend auf den CPT-Versuch, wenn wir die Schichtgrenzen in den Isarauen sondieren, und auf Proctor-Versuche, sobald die Kornkurve auf bindige Anteile hinweist, die eine optimierte Verdichtung erfordern.
Korngrößenanalyse nach DIN in Furth: Siebung und Hydrometer aus einem Labor
Technisches Referenzbild — Furth

Örtliche Baugrundfaktoren

Ein Fehler, der uns in Furth immer wieder begegnet: Baufirmen verlassen sich auf eine reine Trockensiebung, obwohl der Aushub bereits mit bloßem Auge schluffige Lagen zeigt. Die Folge ist eine geschönte Kornkurve, die den Feinkornanteil unter 0,063 mm systematisch unterschätzt, weil Schluff und Ton an den gröberen Körnern haften und ohne Nasssiebung nicht erfasst werden. Bei einem Bauvorhaben in Furth führte genau das zu einer falschen Frostschutzbemessung, die erst im zweiten Winter nach Fertigstellung Schäden am Randstreifen verursachte. Ein weiterer kritischer Punkt ist die unzureichende Dispergierung der Tonpartikel im Aräometerversuch: Wird das Natriumhexametaphosphat falsch dosiert oder die Probe nicht lange genug geschüttelt, flocken die Tonminerale aus und sedimentieren zu schnell – der Tonanteil wird massiv unterschätzt, die Bodengruppe nach DIN 18196 rutscht in eine unkritischere Klasse, und die Standsicherheitsberechnung stimmt nicht mehr.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-4:2017
Siebsatz (Trockensiebung)0,063 mm bis 63 mm (nach DIN ISO 3310-1)
NasssiebungBei Kornanteilen < 0,063 mm obligatorisch
AräometerverfahrenAräometer nach DIN 18123, Sedimentation in 1000-ml-Zylinder
Probenmenge Mindesteinwaage200 g bis 5 kg, abhängig vom Größtkorn
DispergierungsmittelNatriumhexametaphosphat (NaPO₃)₆, 0,1-molar
KornformbestimmungVisuell nach DIN EN ISO 14688-1
DatenausgabeKornverteilungskurve, Cu/Cc, Frostklasse, Bodengruppe nach DIN 18196

Zugehörige Fachleistungen

01

Kombinierte Sieb- und Aräometeranalyse

Vollständige Korngrößenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 mit Trockensiebung, Nasssiebung und Aräometerverfahren. Wir bestimmen die Kornverteilung von Schluff, Ton, Sand und Kies und leiten daraus die Bodengruppe nach DIN 18196 ab. Inklusive Frostempfindlichkeitsklasse (F1–F3) und Ungleichförmigkeitsgrad Cu/Cc für die Verdichtbarkeitsprognose.

02

Sieblinie für Straßen- und Erdbau

Fokussierte Siebanalyse für Tragschichten, Frostschutzmaterial und Verfüllböden. Wir prüfen die Kornabstufung nach ZTV E-StB 17 und TL SoB-StB auf Einhaltung der Sieblinienbänder. Ideal für Baustellen in Furth, bei denen der anstehende Kies der Niederterrasse als Recyclingmaterial oder für die Wiederverfüllung klassifiziert werden muss.

Normativer Rahmen

DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 18123 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung durch Siebung und Sedimentation, DIN EN ISO 14688-1 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau (Frostempfindlichkeitsklassen)

Häufige Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Aräometer in Furth?

Die kombinierte Analyse liegt in unserem Labor für Proben aus Furth zwischen 100 und 190 Euro, abhängig davon, ob eine reine Sieblinie ausreicht oder das vollständige Aräometerverfahren inklusive Nasssiebung erforderlich ist. Der Endpreis richtet sich nach dem Feinanteil und der Anzahl der Sedimentationsmessungen.

Wann brauche ich zusätzlich zur Siebung eine Aräometeranalyse?

Sobald der Siebrückstand auf dem 0,063-mm-Sieb mehr als 10 % der Gesamtmasse beträgt, ist die Aräometeranalyse nach DIN 18123 zwingend, um die Kornverteilung des Feinkornanteils zu bestimmen. Ohne diesen Schritt bleibt die Bodengruppe nach DIN 18196 unvollständig und die Frostklasse kann nicht zuverlässig ermittelt werden.

Wie läuft die Probenahme für eine Korngrößenanalyse ab?

Wir entnehmen die Probe entweder aus einer Schürfgrube oder aus dem Aushub in gestörten Probenbeuteln mit mindestens 5 kg Material bei Größtkorn 63 mm. Die Probe muss als repräsentative Mischprobe über die gesamte Schichtdicke gewonnen werden, bei Wechsellagerungen in Furth empfehlen wir separate Proben je Horizont.

Wie lange dauert die Korngrößenanalyse im Labor?

Eine reine Sieblinie liegt nach 2 Werktagen vor. Die kombinierte Analyse mit Aräometer benötigt wegen der Sedimentationszeiten von mindestens 24 Stunden und der anschließenden Ofentrocknung 3 bis 5 Werktage.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Furth und seinem Großraum.

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