Im Gewerbegebiet westlich der B299 bei Furth sehen wir immer wieder, dass selbst gut verdichtete Tragschichten nach zwei Wintern Setzungsrisse zeigen. Der Landkreis Landshut gibt für neue Erschließungsstraßen inzwischen fast durchgängig einen CBR-Wert von mindestens 15 % auf Planumshöhe vor. Die quartären Lösslehme und die darunter anstehenden tertiären Sande, die um Furth die Geologie prägen, reagieren extrem empfindlich auf Wasserzutritt. Ein CBR-Versuch direkt am ausgehobenen Planum liefert den entscheidenden Kennwert, bevor überhaupt die erste Lage Frostschutzmaterial eingebaut wird. Ergänzend zur Tragfähigkeitsprüfung setzen wir bei inhomogenen Böden in Furth die Korngrössenanalyse ein, um die Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB zu bestimmen, und kombinieren dies mit dem Proctor-Versuch zur Festlegung des Verdichtungsgrads der späteren Tragschichten.
Ein CBR-Wert unter 8 % auf dem Planum bedeutet in den Lössböden um Furth zwingend eine Stabilisierung oder einen Bodenaustausch – sonst reißt die Asphaltdecke innerhalb von drei Jahren.
Vorgehen und Leistungsumfang
Der CBR-Versuch (California Bearing Ratio) nach DIN EN 13286-47 ist in Furth mehr als eine Routineprüfung. Die stark wechselnden Bodenverhältnisse zwischen den Auen der Kleinen Vils und den Lösskuppen erfordern eine genaue Einstufung der Tragfähigkeit. Wir führen den Versuch sowohl im Feld direkt auf dem Planum als auch im Labor an gestörten Proben durch. Im Labor wird das Material bei optimalem Wassergehalt nach Proctor eingebaut, 96 Stunden gewässert und anschließend mit einem Stempel von 19,35 cm² Querschnitt penetriert. Die Kraftaufnahme bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringung liefert den CBR-Wert in Prozent im Vergleich zu einem kalifornischen Referenzgestein. Für kommunale Baumaßnahmen in Furth, etwa beim Ausbau der Äußeren Landshuter Straße, ist dieser Wert die Grundlage für die Dimensionierung des frostsicheren Oberbaus nach den Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO 12).
Örtliche Baugrundfaktoren
Furth liegt auf einer Höhe von etwa 490 m ü. NHN am Rand des tertiären Hügellands, wo die Jahresniederschläge mit rund 850 mm relativ hoch ausfallen. Diese Wassermengen belasten die ungebundenen Tragschichten erheblich. Ein nicht ausreichend dimensionierter Oberbau führt hier zu Pfützenbildung in den Spurrinnen und schließlich zu Frostaufbrüchen, die die gesamte Asphaltdecke zerstören. Das Risiko liegt nicht nur in der direkten Verkehrsbelastung, sondern in der mangelhaften Wasserableitung aus dem Schotterkörper. Wenn der CBR-Wert auf dem bindigen Planum in Furth unter 6 % fällt, empfehlen wir dringend eine Bodenverfestigung mit Kalk oder Zement, um eine stabile Arbeitsplattform für den weiteren Einbau zu schaffen. Ein Verzicht auf diese Vorfelderkundung führt regelmäßig zu Nachträgen und Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und bauausführender Firma.
Häufige Fragen
Was kostet ein CBR-Versuch in Furth für eine Erschließungsstraße?
Für einen Standard-CBR-Versuch im Labor an einer gestörten Probe liegen die Kosten in Furth zwischen €140 und €280, abhängig von der Probenanzahl und ob die Wässerungsphase im Akkord gefahren wird. Feldversuche auf dem Planum sind aufgrund der Mobilisierung etwas teurer. Wir erstellen ein individuelles Angebot nach Probenumfang und Bauphase.
Welcher CBR-Wert ist nach RStO 12 für eine Wohnstraße in Furth erforderlich?
Für eine Wohnstraße in Furth, die der Belastungsklasse Bk0.3 entspricht, fordert die RStO 12 auf dem Planum einen CBR-Wert von mindestens 12 %. Bei geringerer Tragfähigkeit muss die Dicke des frostsicheren Oberbaus erhöht oder eine Bodenverfestigung vorgenommen werden. Unsere Prüfberichte liefern die genaue Eingruppierung für Ihre Bauklasse.
Wie wird der CBR-Versuch im Feld durchgeführt?
Im Feld positionieren wir den Prüfrahmen direkt auf der zu prüfenden Schicht. Ein Stempel mit 19,35 cm² Querschnitt wird mit konstanter Geschwindigkeit in den Boden gedrückt. Die Kraft bei 2,5 mm Eindringung wird gemessen und ins Verhältnis zum Referenzwert gesetzt. Der Versuch berücksichtigt den natürlichen Wassergehalt und die Lagerungsdichte vor Ort und wird nach TP BF-StB Teil B 7 protokolliert.