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Labor in Fürth

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Die Kategorie Labor umfasst sämtliche geotechnischen und bodenmechanischen Untersuchungen, die im Raum Fürth zur Baugrundbeurteilung erforderlich sind. Von der klassischen Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) bis hin zu komplexen Scherversuchen deckt diese Kategorie alle Prüfverfahren ab, die Aufschluss über Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und Homogenität des Untergrunds geben. In einer Stadt mit dynamischer Stadtentwicklung und zahlreichen Infrastrukturprojekten ist die laborgestützte Baugrunderkundung das zentrale Bindeglied zwischen Feldaufschluss und standsicherer Bemessung.

Fürth liegt im Übergangsbereich zwischen der fränkischen Keuperstufe und den quartären Talfüllungen von Rednitz und Pegnitz. Die oberflächennahen Schichten werden vielerorts von sandig-tonigen Verwitterungsböden des Burgsandsteins sowie von weichselzeitlichen Flussterrassen geprägt. Diese heterogenen Verhältnisse erfordern eine differenzierte Laboransprache, da bereits kleinräumige Wechsel von rolligen zu bindigen Lagen das Setzungs- und Grundbruchverhalten maßgeblich beeinflussen können. Insbesondere der in Auelehmen häufig anzutreffende organische Beimengungsanteil verlangt eine präzise Klassifikation nach DIN EN ISO 14688.

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Sämtliche Laborversuche folgen den normativen Vorgaben des deutschen Regelwerks, vorrangig der DIN 4022 für Benennung und Beschreibung von Boden und Fels sowie den Prüfnormen der Reihe DIN 18121 bis 18137. Die Ergebnisse fließen direkt in die geotechnische Berichterstattung nach EC 7-2 ein und dienen als Grundlage für den Nachweis der Standsicherheit gemäß DIN 1054. Auch die LAGA-Richtlinien zur abfalltechnischen Einstufung von Aushubmaterial stützen sich auf laborative Parameter wie die Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) und chemische Analysen.

Die Leistungen der Laborkategorie werden für ein breites Spektrum an Bauvorhaben in Fürth benötigt: vom klassischen Wohnungsbau in der Südstadt über die Revitalisierung ehemaliger Industrieareale bis hin zu Tiefbauprojekten wie dem Ausbau der U-Bahn-Linie U1. Auch der konstruktive Wasserbau entlang der Rednitz sowie die Errichtung von Regenrückhaltebecken erfordern detaillierte bodenphysikalische Kennwerte. Selbst bei kleineren Maßnahmen wie der Erschließung von Baugebieten in Burgfarrnbach ist die laborative Bestimmung von Wasserdurchlässigkeit und Verdichtbarkeit unverzichtbar.

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Verfügbare Leistungen

Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer)

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Häufige Fragen

Welche Laborversuche sind für ein Einfamilienhaus in Fürth typischerweise erforderlich?

Für ein Einfamilienhaus werden meist Klassifikationsversuche wie die Bestimmung des Wassergehalts nach DIN 18121, die Korngrößenverteilung und die Zustandsgrenzen nach Atterberg benötigt. Ergänzend kommen einfache Festigkeitsversuche wie Rahmenscherversuche oder einaxialer Druckversuch hinzu. Bei Hanglagen oder Auelehmvorkommen können zusätzlich Ödometerversuche zur Setzungsprognose sinnvoll sein.

Wie unterscheiden sich gestörte und ungestörte Proben für Laboruntersuchungen?

Gestörte Proben der Güteklasse 4–5 werden für Klassifikationsversuche verwendet, da das Bodengefüge nicht erhalten bleiben muss. Ungestörte Sonderproben der Güteklasse 1–2 sind hingegen für Scher- und Kompressionsversuche zwingend erforderlich, weil hier das natürliche Gefüge, die Lagerungsdichte und die Spannungsgeschichte maßgebend in die Kennwertermittlung eingehen.

Welche Rolle spielt die Korngrößenanalyse bei der Beurteilung der Frostempfindlichkeit?

Die Korngrößenanalyse ermöglicht die Einstufung in Frostempfindlichkeitsklassen nach ZTV E-StB. Böden mit einem Feinkornanteil über 5 Prozent bei gleichzeitigem Schluff- oder Tonanteil gelten als frostempfindlich. Diese Klassifikation ist in Fürth besonders bei Straßen- und Leitungsbauprojekten relevant, um Frostschäden durch geeignete Materialwahl oder Tiefenlage zu vermeiden.

Welche Normen sind bei Laborversuchen für den Erdbau in Deutschland verbindlich?

Maßgebend sind die DIN 18121 bis 18137 für bodenphysikalische Versuche, die DIN EN ISO 17892 für geotechnische Erkundung und Untersuchung sowie die DIN 1054 für Standsicherheitsnachweise. Für die Probenahme gilt die DIN EN ISO 22475-1. Bei abfalltechnischen Fragestellungen kommen die LAGA-Richtlinien und die Deponieverordnung mit ihren spezifischen Analyseverfahren zum Tragen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Furth und seinem Großraum.

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