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Böschungsstabilitätsanalyse in Furth – geotechnische Standsicherheit für Baugruben und Hänge

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die Hanglagen entlang der Isar-Hangkante und die Kiesgruben rund um Furth haben die Stadtentwicklung seit jeher geprägt. Der Weiler entstand auf einer hochwassersicheren Niederterrasse, doch sobald Bauherren heute in die leichten Hangbereiche oder an die Terrassenkante ausweichen, spielt die Baugrundstabilität eine entscheidende Rolle. In den letzten Jahren nahmen Bauvorhaben auf Gelände mit über 5 Grad Neigung spürbar zu, was präzise Böschungsstabilitätsanalysen unverzichtbar macht. Furth mit seinen knapp 3.500 Einwohnern liegt in einer Zone, wo tertiäre Feinsedimente unter geringmächtigen quartären Deckschichten anstehen. Unser Team aus Geotechnikern und Ingenieurgeologen kennt die lokalen Schichtwechsel genau und erstellt für jede Baumaßnahme einen rechnerischen Nachweis der Böschungsstandsicherheit. Die Analyse kombiniert Feldaufschlüsse wie Schürfgruben mit Laborversuchen, um wirklichkeitsnahe Scherparameter zu gewinnen.

Eine Böschung steht nicht nur im rechnerischen Gleichgewicht – sie reagiert auf Niederschlag, Aushub und Zeit. Wir modellieren alle drei Faktoren.

Vorgehen und Leistungsumfang

Für die rechnerische Modellierung setzen wir auf Lamellenverfahren nach Bishop und bei komplexen Geometrien auf die Finite-Elemente-Methode. Die Qualität der Analyse hängt entscheidend von der Probennahme ab: Mit einem 120-mm-Kernbohrgerät entnehmen wir ungestörte Zylinderproben aus den kritischen Tiefen, meist 2 bis 6 Meter unter GOK. Im Labor folgen Rahmenscherversuche und Triaxialtests, um die effektiven Reibungswinkel und die Kohäsion des Furth-typischen Lösslehms und der darunterliegenden tertiären Tone exakt zu bestimmen. Parallel dazu liefert die Korngrößenanalyse die granulare Zusammensetzung, die für die Bewertung der Drainagefähigkeit und des Porenwasserdrucks unerlässlich ist. Ergibt sich aus der Analyse eine unzureichende Sicherheit, planen wir konstruktive Sicherungsmaßnahmen wie Rückschrägungen, Bermen oder den Einsatz von Ankern ein, um die geforderte Standsicherheit nach DIN 4084 zu erreichen.
Böschungsstabilitätsanalyse in Furth – geotechnische Standsicherheit für Baugruben und Hänge
Technisches Referenzbild — Furth

Örtliche Baugrundfaktoren

Die Baugrundrisiken trennen Furth fast in zwei Welten: Im westlichen Ortskern nahe der Pfettrach steht man auf tragfähigen, aber erosionsanfälligen Kiesen der Münchner Schotterebene, wo Böschungen bei Starkregen zum Nachbrechen neigen. Östlich der Siedlungsgrenze, im Übergang zum tertiären Hügelland, dominieren dagegen steife Schluffe und Tone, die bei Wasserzutritt rasch aufweichen und ihre Kohäsion verlieren. Ein Bauvorhaben in der Nähe des Schlossparks zeigte kürzlich, wie innerhalb von drei Tagen nach einem Dauerregen der Sicherheitsfaktor von 1,35 auf rechnerisch 0,98 abfiel – ohne sichtbare Vorwarnung. Deshalb modellieren wir in jeder Böschungsstabilitätsanalyse für Furth explizit den Lastfall BS-T (vorübergehend) mit gesättigten Bodenkennwerten und simulieren die Absenkung des Porenwasserdrucks durch Dränagemaßnahmen. Die Kenntnis der lokalen Hydrogeologie ist hier der Schlüssel zur sicheren Prognose.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
VerfahrenLamellenverfahren nach Bishop, vereinfacht nach Janbu, FEM
BerechnungsnormDIN 4084:2021-10, EC7 (EN 1997-1:2004)
Sicherheitsfaktor (Ausnutzungsgrad)μ ≤ 1,0 für Lastfall BS-P (permanent)
Typische Tiefe Baugruben Furth3 m bis 8 m (Terrassenkante)
Berücksichtigte EinwirkungenEigengewicht, Verkehrslasten, Porenwasserdruck, Erdbeben
Bodenschichtung lokalQuartärer Lösslehm über Tertiärschluff (OSM)
LaborversucheRahmenscherversuch, Triaxialversuch (CU, CD)

Zugehörige Fachleistungen

01

Rechnerischer Standsicherheitsnachweis

Ermittlung von Gleitkreis, Sicherheitsfaktor und Ausnutzungsgrad für Baugruben, Dämme und natürliche Hänge. Mit Dokumentation gemäß EC7 und Abgabe eines prüffähigen Berichts für die Genehmigungsbehörde im Landkreis Landshut.

02

Böschungsmonitoring und Sanierungskonzept

Kombination aus Inklinometermessungen und numerischer Analyse zur Bewertung bestehender Rutschungen. Ableitung von Sicherungsmaßnahmen – von Tiefendränagen über Bodennagelwände bis zu Verpressankern.

Normativer Rahmen

DIN 4084:2021-10 – Baugrund, Geländebruchberechnungen, EC7 (EN 1997-1:2004) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 1054:2021-04 – Baugrund, Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau, DIN EN ISO 17892 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, Laborversuche

Häufige Fragen

Wann ist für mein Bauvorhaben in Furth eine Böschungsstabilitätsanalyse notwendig?

Sobald eine Böschung steiler als 1:2 geböscht wird oder die Baugrube tiefer als 2 Meter reicht, verlangt das Landratsamt Landshut in der Regel einen rechnerischen Nachweis nach EC7. Auch bei Hanglagen ab 5 Grad Neigung oder bei bekannten Rutschzonen, wie sie vereinzelt an der Isar-Hangkante auftreten, ist die Analyse Pflicht.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Böschungsstabilitätsanalyse in Furth rechnen?

Für ein Einfamilienhausgrundstück mit einer maximal 6 Meter tiefen Baugrube und zwei zu untersuchenden Schnitten liegen die Kosten für die komplette Analyse inklusive Feldaufschlüssen und Laborversuchen zwischen €1.250 und €3.310. Der Preis hängt von der Anzahl der Lamellen, der Zugänglichkeit des Geländes und dem erforderlichen Laborumfang ab.

Welche Bodenkennwerte sind für die Analyse entscheidend?

Die Scherparameter sind das Herzstück jeder Analyse: effektiver Reibungswinkel φ' und effektive Kohäsion c' aus Rahmenscher- oder Triaxialversuchen. Hinzu kommen die Wichte des feuchten und wassergesättigten Bodens sowie die Durchlässigkeit für die Porenwasserdruckverteilung. In Furth ist die Kohäsion des Lösslehms oft der begrenzende Faktor, da sie bei Durchnässung stark abfallen kann.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Furth und seinem Großraum.

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