Furth, ein aufstrebender Wirtschaftsstandort im Großraum Landshut, ist geprägt von quartären Kiesen und Sanden der Isar sowie den darunterliegenden tertiären Sedimenten der Oberen Süßwassermolasse. Die heterogene Zusammensetzung dieser Lockergesteine – von dicht gelagerten Schottern bis zu feinkörnigen Mergelzwischenlagen – verlangt nach einer zerstörungsfreien Methode, um den Untergrundaufbau zuverlässig zu kartieren, bevor der erste Bagger anrollt. Genau hier setzt die Elektrische Widerstandsmessung / VES an: Das geoelektrische Verfahren bildet unterschiedliche spezifische Widerstände des Untergrundes ab und liefert ein präzises Tiefenprofil. In Kombination mit der Korngrößenanalyse lassen sich die geophysikalischen Daten direkt mit den bodenmechanischen Eigenschaften der anstehenden Horizonte korrelieren. Gerade bei der Erschließung neuer Gewerbegebiete entlang der B299 vermeiden Bauherren mit einem VES-Sondierungsprofil teure Überraschungen durch nicht erkannte Weichschichten oder verkarstete Bereiche im Untergrund von Furth.
Die Inversionsmodellierung der VES-Messkurve liefert ein quantitatives Tiefenprofil der Formationwiderstände – die Basis für jede fundierte Gründungsberatung in den heterogenen Molasseböden.
Häufige Fragen
Welche Bodenarten lassen sich mit der VES in Furth unterscheiden?
Das Verfahren trennt vor allem anhand des spezifischen Widerstands: Grobkies und trockener Schotter zeigen hohe Widerstände (mehrere hundert Ωm), während wassergesättigte Sande und Tone niedrige Werte (10-50 Ωm) aufweisen. In Furth gelingt so die Abgrenzung der quartären Kiese von den tertiären Mergeln und Tonen besonders zuverlässig.
Wie tief kann die elektrische Widerstandsmessung in den Boden eindringen?
Die Erkundungstiefe hängt von der maximalen Auslagenlänge der Elektroden ab. Mit einer AB/2-Distanz von 100 Metern erreichen wir in den Lockergesteinen von Furth zuverlässig Tiefen zwischen 30 und 50 Metern. Bei längeren Auslagen und günstigen Untergrundverhältnissen sind auch Tiefen über 80 Meter realisierbar.
Was kostet eine VES-Sondierung in Furth?
Für eine vertikale elektrische Sondierung nach Schlumberger mit Auswertung und Schichtenmodell liegen die Kosten in Furth je nach Auslagenlänge und Zugänglichkeit zwischen €580 und €810. Enthalten sind die Messung vor Ort, die Inversionsrechnung und ein technischer Kurzbericht mit Tiefenprofil.
Kann die VES auch auf asphaltierten Flächen in Furth eingesetzt werden?
Die klassische VES mit Stahlspießen erfordert einen direkten galvanischen Kontakt zum Boden. Auf Asphalt ist das nicht möglich. Hier weichen wir auf kapazitiv gekoppelte Systeme oder eine 2D-Tomographie mit vorheriger kleinflächiger Asphaltöffnung an den Elektrodenpunkten aus – je nach örtlicher Situation in Furth finden wir eine passende Lösung.