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Elektrische Widerstandsmessung / VES in Furth: Bodenstruktur zuverlässig erkennen

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Furth, ein aufstrebender Wirtschaftsstandort im Großraum Landshut, ist geprägt von quartären Kiesen und Sanden der Isar sowie den darunterliegenden tertiären Sedimenten der Oberen Süßwassermolasse. Die heterogene Zusammensetzung dieser Lockergesteine – von dicht gelagerten Schottern bis zu feinkörnigen Mergelzwischenlagen – verlangt nach einer zerstörungsfreien Methode, um den Untergrundaufbau zuverlässig zu kartieren, bevor der erste Bagger anrollt. Genau hier setzt die Elektrische Widerstandsmessung / VES an: Das geoelektrische Verfahren bildet unterschiedliche spezifische Widerstände des Untergrundes ab und liefert ein präzises Tiefenprofil. In Kombination mit der Korngrößenanalyse lassen sich die geophysikalischen Daten direkt mit den bodenmechanischen Eigenschaften der anstehenden Horizonte korrelieren. Gerade bei der Erschließung neuer Gewerbegebiete entlang der B299 vermeiden Bauherren mit einem VES-Sondierungsprofil teure Überraschungen durch nicht erkannte Weichschichten oder verkarstete Bereiche im Untergrund von Furth.

Die Inversionsmodellierung der VES-Messkurve liefert ein quantitatives Tiefenprofil der Formationwiderstände – die Basis für jede fundierte Gründungsberatung in den heterogenen Molasseböden.

Vorgehen und Leistungsumfang

Ein häufiger Fehler in der Region Furth ist die Annahme, dass einige schwere Rammsondierungen ausreichen, um die Baugrundverhältnisse flächendeckend zu erfassen. Gerade in den Übergangszonen zwischen den hochtragfähigen Niederterrassenschottern und den setzungsempfindlichen tertiären Feinsedimenten entstehen dabei gefährliche Erkundungslücken. Die VES schließt diese Lücke, indem sie entlang einer Auslage von Stahlspießen den scheinbaren spezifischen Widerstand bis in Tiefen von über 80 Metern misst. Die Messkurve wird anschließend am Rechner mittels Inversionsrechnung in ein geoelektrisches Schichtenmodell überführt. So erkennen wir nicht nur die Mächtigkeit der rolligen Deckschichten, sondern auch die Tiefenlage des Grundwasserspiegels als markante Niedrigwiderstandszone. Für die spätere Bemessung der Gründung lässt sich das Profil ideal mit einem CPT-Versuch ergänzen, um die abgeleiteten Schichtgrenzen mit punktuellen Spitzendruckwerten zu validieren. Das Verfahren arbeitet völlig zerstörungsfrei – ein entscheidender Vorteil auf beengten Innenstadtgrundstücken in Furth.
Elektrische Widerstandsmessung / VES in Furth: Bodenstruktur zuverlässig erkennen
Technisches Referenzbild — Furth

Örtliche Baugrundfaktoren

Der geologische Untergrund von Furth birgt ein spezifisches Risiko: Verkarstungserscheinungen in den carbonatreichen Tertiärschichten. Subrosive Auslaugung kann Hohlräume und Dolinenstrukturen erzeugen, die an der Geländeoberfläche nicht sichtbar sind. Eine Gründung über einer solchen Schwachstelle gefährdet die Standsicherheit des gesamten Bauwerks. Die elektrische Widerstandsmessung reagiert extrem empfindlich auf Hohlräume – ein luftgefüllter Karsthohlraum erscheint als markanter Hochwiderstandskörper und ist im VES-Profil sofort erkennbar. Der mittlere Grundwasserflurabstand im Isartal liegt bei etwa 3 bis 8 Metern und bildet eine weitere gut auflösbare Grenzfläche. Wer in Furth auf eine geophysikalische Vorerkundung verzichtet, akzeptiert ein unkalkulierbares Baugrundrisiko. Die Kombination aus VES und ergänzenden direkten Aufschlüssen ist der sicherste Weg, um die Tragfähigkeit des Baugrunds verlässlich zu beurteilen.

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Videomaterial

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Erkundungstiefe (max.)> 80 m unter GOK
SondierungskonfigurationSchlumberger / Wenner
Messbereich Widerstand0.1 Ωm bis > 1000 Ωm
Elektrodenauslagemax. 200 m (AB/2)
Stromstärkebis 500 mA (DC/AC)
Messpunktabstandprojektspezifisch, min. 5 m
AuswerteverfahrenGlatte Inversion / IPI2Win

Zugehörige Fachleistungen

01

Vertikale Elektrische Sondierung (VES) zur Tiefenerkundung

Einpunktmessung nach Schlumberger-Konfiguration mit schrittweiser Auslagenvergrößerung. Die Messkurve wird mittels Inversionsrechnung in ein 1D-Schichtenmodell überführt und liefert die Tiefenlage von Grundwasser, Felshorizont und Lockergesteinsbasis. Ideal für punktuelle Gründungsfragen in Furth.

02

Geoelektrisches Profilieren (2D-Widerstandstomographie)

Multielektrodenmessung entlang einer Profillinie mit automatischer Umschaltung. Das Resultat ist ein hochauflösendes 2D-Tomogramm der spezifischen Widerstände. Wir setzen es ein, um laterale Wechsel in den Schotterkörpern oder Karststrukturen in Furth lückenlos zu kartieren.

Normativer Rahmen

DIN 18134 (Plattendruckversuch – Korrelation mit Bodenwiderstand), DIN EN 1997-2 (Eurocode 7: Baugrunderkundung – geophysikalische Verfahren), DGZfP-Merkblatt B12 (Geoelektrische Sondierungen), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)

Häufige Fragen

Welche Bodenarten lassen sich mit der VES in Furth unterscheiden?

Das Verfahren trennt vor allem anhand des spezifischen Widerstands: Grobkies und trockener Schotter zeigen hohe Widerstände (mehrere hundert Ωm), während wassergesättigte Sande und Tone niedrige Werte (10-50 Ωm) aufweisen. In Furth gelingt so die Abgrenzung der quartären Kiese von den tertiären Mergeln und Tonen besonders zuverlässig.

Wie tief kann die elektrische Widerstandsmessung in den Boden eindringen?

Die Erkundungstiefe hängt von der maximalen Auslagenlänge der Elektroden ab. Mit einer AB/2-Distanz von 100 Metern erreichen wir in den Lockergesteinen von Furth zuverlässig Tiefen zwischen 30 und 50 Metern. Bei längeren Auslagen und günstigen Untergrundverhältnissen sind auch Tiefen über 80 Meter realisierbar.

Was kostet eine VES-Sondierung in Furth?

Für eine vertikale elektrische Sondierung nach Schlumberger mit Auswertung und Schichtenmodell liegen die Kosten in Furth je nach Auslagenlänge und Zugänglichkeit zwischen €580 und €810. Enthalten sind die Messung vor Ort, die Inversionsrechnung und ein technischer Kurzbericht mit Tiefenprofil.

Kann die VES auch auf asphaltierten Flächen in Furth eingesetzt werden?

Die klassische VES mit Stahlspießen erfordert einen direkten galvanischen Kontakt zum Boden. Auf Asphalt ist das nicht möglich. Hier weichen wir auf kapazitiv gekoppelte Systeme oder eine 2D-Tomographie mit vorheriger kleinflächiger Asphaltöffnung an den Elektrodenpunkten aus – je nach örtlicher Situation in Furth finden wir eine passende Lösung.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Furth und seinem Großraum.

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